Ausbildungsmarkt NRW Juni 2017

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 25 / 2017 – 30. Juni 2017


NRW-Ausbildungsmarkt im Juni:
Heiße Phase auf dem Ausbildungsmarkt beginnt


Der Ausbildungsmarkt in NRW zeigte sich im Juni weiter unausgeglichen. Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich landesweit 121.989 junge Leute bei den Agenturen für Arbeit als Bewerber. 1.302 oder 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig ging die Zahl der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze um 240 oder 0,2 Prozent zurück. Im Schnitt kamen auf 100 Bewerber 81 Ausbildungsangebote.

„Im Juni suchten noch 45.506 junge Leute in NRW einen Ausbildungsplatz“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Ihnen stehen 40.241 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Wir starten langsam in die heiße Phase am NRW-Ausbildungsmarkt. Die Auswahlverfahren werden vor den Sommerferien verstärkt abgeschlossen, Arbeitgeber und Jugendliche finden zueinander. Diese Dynamik darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es schon rein rechnerisch ein Defizit auf der Stellenseite gibt. Diese Diskrepanz wird noch deutlicher, wenn man die Wünsche der Jugendlichen mit den Angeboten der Arbeitgeber abgleicht. Jugendliche mit guten oder sehr guten Schulabschlüssen können sich den Ausbildungsplatz oft aussuchen. Dagegen machen mir die Jugendlichen mit mittleren oder schwächeren Abschlüssen Sorgen. Die Arbeitgeber suchen häufig weiter nach der perfekten Besetzung und gehen damit zunehmend das Risiko ein, ihren Auszubildenden nicht zu finden. Leider bleiben zu viele Ausbildungsplätze unbesetzt, anstatt einem vermeintlich schwächeren jungen Menschen eine Chance zu geben.“

Deutliche regionale Unterschiede auf dem Ausbildungsmarkt
Wie bereits im Mai so kamen auch im Juni im Ruhrgebiet auf 100 Bewerberinnen und Bewerber lediglich 67 Angebote. Im Münsterland und in Südwestfalen war die Situation nahezu ausgeglichen. „Die regionalen Unterschiede bestehen weiterhin. Betrachtet man NRW, so ist das Verhältnis weiter unausgeglichen: 81 Ausbildungsangebote stehen 100 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Trotzdem sind noch viele Ausbildungsstellen unbesetzt.“

Schönefeld rät Unternehmen, den Bewerberinnen und Bewerbern Ausbildungsberufe bekannter zu machen: „Wir sehen, dass manch interessanter Ausbildungsberuf mit Zukunftsperspektive zu wenig nachgefragt wird. Unsere Berufsberatung erkennt diese Chancen für die Jugendlichen und stellt ihnen diese Berufe vor. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass auch die Arbeitgeber hier noch aktiver werden und ihre Ausbildungsberufe noch bekannter machen könnten.“

Bewerberinnen und Bewerber ermutigte Schönefeld: „Über 40.000 unbesetzte Stellen, über acht Prozent mehr als vor einem Jahr: das sind über 40.000 Chancen auf den Berufsstart“. Schönefeld riet, „Flexibel denken, im Umkreis schauen und sich über Berufsbilder informieren. Oft gehen Vorstellung und Wirklichkeit auseinander. Es kann nicht verlangt werden, über jeden Ausbildungsberuf genau Bescheid zu wissen. Fragen stellen, sich informieren, auf unsere Berufsberatung zugehen. Es sind noch vier Monate bis Ausbildungsbeginn.“

Bewerberinnen mit und ohne Alternative suchen noch Lehrstellen
121.989 Bewerberinnen und Bewerber haben sich seit Oktober 2016 bei den Agenturen für Arbeit in NRW gemeldet, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Das sind 1.302 junge Menschen oder 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von diesen gelten mittlerweile 76.483 als versorgt - das heißt:

• sie haben einen Ausbildungsplatz sicher in der Tasche. Im Juni waren das 33.980 Personen, 656 weniger als vor einem Jahr,
• sie haben sich als Bewerberinnen und Bewerber wieder abgemeldet, zum Beispiel um weiter zur Schule zu gehen oder ein Studium aufzunehmen. Die Zahl dieser Personen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 722 auf 30.988 Personen,
• oder sie haben zwar eine Alternative zu einem Ausbildungsplatz, etwa eine Stelle für ein soziales Jahr, wollen aber an dem Ziel Ausbildung weiter festhalten. Im Juni galten 11.515 Bewerberinnen und Bewerber als „Bewerber mit Alternative“.

Als unversorgt oder ohne Alternative galten im Juni 45.506 junge Menschen, denen 40.241 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüberstanden – 3.070 oder 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt wurden von Oktober bis Juni 98.563 Ausbildungsstellen gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang um 240 Stellen oder 0,2 Prozent.

Betrachtet man Angebot und Nachfrage insgesamt am Ausbildungsmarkt in NRW, errechnet sich für den Juni ein Verhältnis von 100 Bewerberinnen und Bewerber zu 81 Ausbildungsstellen. Vor einem Jahr lag das Verhältnis bei 100 zu 82. Im Juni suchten noch 45.506 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Dazu kamen weitere 11.515 Bewerberinnen und Bewerber, die eine Alternative hatten. Demnach suchten noch 57.021 junge Bewerberinnen und Bewerber aktiv in NRW einen Ausbildungsplatz: Auf 100 aktive Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Alternative kamen 71 Angebote.

Die meisten Bewerberinnen und Bewerber auf Ausbildungsplätze hatten im Juni einen Realschulabschluss – 46.577 Personen oder 38,2 Prozent. 34,5 Prozent oder 42.117 Personen schlossen die Schule mit dem Fach- oder Vollabi ab. 26.351 junge Menschen oder 21,6 Prozent bewarben sich mit einem Abschluss der Hauptschule. Nur 1,5 Prozent aller Bewerber hatten gar keinen Schulabschluss – 1.847 Personen.

(...)"

Quelle: Pressemitteilung Nr. 25/2017 von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle vom 30. Juni 2017

 balve logo

hemer logo iserlohn logo

 menden logo

gwg logo gfw logo

gws logo

arbeitsagentur logo

kh logo Märkischer Arbeitgeberverband
 sihk logo
agenturmark logo

cs logo

bits logo  fh logo ISM Logo zentriert 4c Homepage
Sparkasse Hemer Menden Sparkasse Iserlohn LogoSM WIH Logo 3 Logo IMW  Wislogo 2