Der NRW-Ausbildungsmarkt im August 2019

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 26 / 2019 – 29. August 2019


"Endspurt am Ausbildungsmarkt

Last-Minute-Ausbildungsplatz – Flexibilität zahlt sich aus

 

Das Ausbildungsjahr ist gestartet, doch am NRW-Ausbildungsmarkt ist weiterhin viel in Bewegung: Unternehmen und Betriebe meldeten Ende August 28.219 unbesetzte Stellen. Dem gegenüber standen 22.548 junge Menschen, die bisher keine passende Lehrstelle gefunden haben. Der Start einer Ausbildung ist aber auch weit nach dem 1. September möglich, so dass viele Jugendliche ihre ersehnte Lehrstelle und viele Arbeitgeber ihren dringend benötigten Azubi auch jetzt noch finden können.

„In den Sommerferien ist es auf dem Ausbildungsmarkt erfahrungsgemäß etwas ruhiger. Jetzt aber beginnt der Endspurt. Wer noch keine Ausbildungsstelle gefunden hat, sollte sich schnell mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen“ empfiehlt Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit NRW. „Die Kolleginnen und Kollegen haben gute Ideen, wie es noch mit einer Ausbildung klappen kann. Und je flexibler ein Bewerber ist, umso bessere Chancen hat er im Endspurt.“
Lassen sich die eigenen Pläne für den Wunschberuf nicht umsetzen, ist es gut, eine Auswahlmöglichkeit zu haben. Junge Menschen können dabei zwischen vielen Ausbildungsberufen wählen, die ihren Stärken und Interessen entsprechen. Die Berufsberatung berät bei dieser wichtigen Entscheidung. Wenn es der Traumberuf werden soll und es keine Lehrstelle am Heimatort gibt, können Pendeln oder auch ein Umzug eine Lösung sein.

Auch Arbeitgeber sollten aufgeschlossen sein, alternative Wege zu gehen. „Für Arbeitgeber wird es je nach Region und Berufsfeld immer schwerer, Kandidaten zu finden: Attraktive Angebote für Bewerber schnüren, sie unterstützen und Kandidaten eine Chance geben, die auf den ersten Blick nicht perfekt erscheinen. So können Sie versteckte Talente finden“, sagte Schönefeld. Die Ausbildung von Fachkräften sei der wichtigste Weg für Unternehmen, langfristig zuverlässige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.
Nicht nur bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle, auch während der Ausbildung gibt es zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten der örtlichen Agenturen für Arbeit. So kann ein Auszubildender über ausbildungsbegleitende Hilfen Nachhilfe erhalten. Im Rahmen der Assistierten Ausbildung werden Bewerber und Unternehmen unterstützt, indem ein Coaching für die Azubis über den Zeitraum der gesamten Ausbildung angeboten wird.

Trend in NRW: Mehr Lehrstellenangebote, aber weniger Bewerber
Am Ausbildungsmarkt in NRW haben sich in diesem Jahr bislang 124.519 junge Menschen für einen Ausbildungsplatz interessiert. Das waren 5.227 Personen oder 4,0 Prozent weniger als im vergangenen Vermittlungsjahr. Auf der Gegenseite stieg das Angebot: NRW-Unternehmen meldeten 115.796 Ausbildungsstellen und damit 4.151 oder 3,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Regionale Unterschiede sind hier auffällig: Prozentual stieg das Lehrstellenangebot am stärksten im Bergischen Land, dort um 12,2 Prozent auf insgesamt 10.351 Ausbildungsplätze, sowie im Ruhrgebiet mit einem Plus von 5,1 Prozent auf insgesamt 27.802 gemeldete Stellen. Auf dem dritten Platz der Zuwächse bei den Ausbildungsstellen liegt Ostwestfalten-Lippe, wo die Wirtschaft 14.832 Stellen bis Mitte August und damit 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr angeboten hat. Im Münsterland gab es einen Zuwachs um 3,4 Prozent auf 12.655 und in Südwestfalen um 2,5 Prozent auf 11.383 Ausbildungsplätze. Die geringste Veränderung gab es im Rheinland. Dort bedeuten 38.773 Angebote im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,8 Prozent.

Dem steht ein Rückgang der Bewerberzahlen von NRW-weit 4,0 Prozent entgegen und auch hier sind die Unterschiede in den Regionen groß: Im Bergischen Land (3,3 Prozent auf 12.128 Bewerber) und im Ruhrgebiet (2,8 Prozent auf 35.493 Bewerber) sind die Bewerberrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat am geringsten. Südwestfalen verzeichnet den höchsten Rückgang an Bewerbern mit einem Minus von 5,6 Prozent (auf 9.056 Bewerber). Auch im Rheinland (minus 4,3 Prozent), in Ostwestfalen-Lippe und im Münsterland (beide minus 5,1 Prozent) interessierten sich weniger Jugendliche für eine duale Berufsausbildung.

In NRW suchen aktuell noch 34.717 Jugendliche einen Ausbildungsplatz. Davon setzen 12.169 Bewerber ihre Ausbildungssuche fort, obwohl sie eine alternative Möglichkeit gefunden haben. Zu den Alternativen zählen beispielsweise eine Schulbildung, ein Berufsvorbereitungsjahr oder eine Einstiegsqualifizierung. Insgesamt 22.548 Bewerber sind in NRW unversorgt (0,1 Prozent mehr als im Vorjahr); ihre Ausbildungssuche war bisher erfolglos und sie haben keine Alternative. Dem gegenüber stehen 28.219 unbesetzte Ausbildungsstellen und damit 8,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Kontakt zur Berufsberatung gibt es telefonisch unter der Service-Nummer 0800 4 5555 00 (gebührenfrei). Auch online kann eine Beratung vereinbart werden: Online-Formular.

Arbeitgeber bekommen Beratung unter der Service-Nummer 0800 4 5555 20 (gebührenfrei).

Weitere Zahlen, Daten, Fakten des Ausbildungsmarktes lesen Sie hier.

Die Kampagnen-Seite der Bundesagentur für Arbeit bietet weitere Informationen.
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Quelle: Pressemitteilung Nr. 26 / 2019 – 29. August 2019 von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle

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