NRW-Ausbildungsatlas 2020 gibt Orientierung

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 20.07.2020

 

"Nr. 26 / 2020 – 20. Juli 2020
NRW-Ausbildungsatlas 2020 gibt Orientierung
Endspurt am Ausbildungsmarkt durch Pandemie verspätet - noch viele Chancen

Soeben erschienen ist der sechste NRW-Ausbildungsatlas der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit. Auf über 60 Landkarten analysiert der Atlas Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen am vielfältigen Lehrstellenmarkt im größten deutschen Bundesland.

Für viele Jugendliche und Unternehmen beginnt in diesem Jahr der Endspurt am Ausbildungsmarkt später als gewohnt. Grund ist die Corona-Virus-Pandemie. Durch den Lockdown wurden die Auswahlverfahren um Ausbildungsplätze erschwert, neue Wege und Formate mussten erst entwickelt werden. Jetzt wird es Zeit. Und es lohnt sich, denn es gibt noch viele Chancen am Ausbildungsmarkt.

Doch in welchen Ausbildungsberufen sind noch viele Ausbildungsplätze unbesetzt? Statistisch kamen im Juni in Nordrhein-Westfalen auf jede unversorgte Bewerberin oder jeden unversorgten Bewerber 1,14 unbesetzte Ausbildungsstellen. Insgesamt standen im Juni 45.436 unbesetzte Ausbildungsplätze 39.839 Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz finden konnten, gegenüber. Wie aber sieht das für einzelne Berufe aus? Und wie verteilen sich die freien Stellen regional? Der Ausbildungsatlas 2020 der Regionaldirektion NRW gibt Orientierung, wo eine Bewerbung besonders aussichtsreich ist und wo junge Menschen eher mit Konkurrenz um freie Plätze rechnen müssen.

Farbige Landkarten zeigen Herausforderungen und Chancen in Berufsgruppen und Regionen
Der Ausbildungsatlas betrachtet die noch freien Ausbildungsstellen im Verhältnis zu den Bewerberinnen und Bewerbern, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Alle Daten stammen vom Statistikservice der Bundesagentur für Arbeit mit Stand Juni 2020. Die Ergebnisse werden auf über 60 Landkarten dargestellt. Schnell ist ersichtlich, dass einzelne Ausbildungsberufe von den Bewerberinnen und Bewerbern sehr unterschiedlich nachgefragt werden.

Bewerben sich viele junge Menschen um eine Ausbildung in einer Berufsgruppe, in der aber nur eine geringe Anzahl an Ausbildungsstellen angeboten wird, so ist die Karte der NRW-Regionen für diese Berufe rot eingefärbt. In diesem Jahr suchen beispielsweise landesweit wieder viele Jugendliche eine Ausbildung als Tierpflegerin bzw. Tierpfleger. Auch für junge Menschen mit dem Berufswunsch im Bereich Mediengestaltung oder Immobilienwirtschaft gibt es flächendeckend in NRW nur noch wenige freie Angebote.

Eine für eine Berufsgruppe blau eingefärbte Karte zeigt an, dass es mehr Ausbildungsplätze als potentielle Azubis gibt. Hier haben junge Menschen die besten Chancen, im Endspurt 2020 noch eine gute Stelle zu finden. Dazu gehören beispielsweise wieder Verkäuferinnen und Verkäufer in Bäckereien oder Fleischereien, aber auch Ausbildungsberufe aus den Berufsgruppen der Kunststoffherstellung und Metallerzeugung. Auch in der Gastronomie fällt es Arbeitgebern schwerer, Ausbildungsstellen zu besetzen.

In der dritten Kategorie ist die Anzahl der noch offenen Stellenangebote und die der suchenden Bewerberinnen und Bewerber zahlenmäßig ausgeglichen, allerdings haben die Jugendlichen und die Unternehmer noch nicht zusammengefunden. Entfernung kann ein Grund sein, aber auch die Anforderungen der Unternehmen und Betriebe, die vielleicht nicht mit der schulischen Qualifikation oder den Wünschen der Bewerberinnen und Bewerber zusammenpassen.

Der dominierende Trend, den der Ausbildungsatlas aufzeigt: Immer mehr Karten zu Berufsfeldern färben sich blau ein. Der Ausbildungsmarkt wandelt sich zunehmend vom Stellen- zum Bewerbermarkt.

Regionen in NRW
Regional gibt es in Nordrhein-Westfalen große Unterschiede am Ausbildungsmarkt. Im Bergischen Land suchen mehr junge Menschen eine Ausbildungsstelle, als Stellen gemeldet sind (0,83). Hingegeben haben es Arbeitgeber im Rheinland (Relation 1,2), in Südwestfalen (1,56) und vor allem im Münsterland (1,94) zunehmend schwerer, Ausbildungsplätze zu besetzen. Ausgeglichen ist die Relation von Bewerberinnen bzw. Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsstellen in Ostwestfalen-Lippe (1,04) und im Ruhrgebiet (0,96).

Weitere Informationen:
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen sowie hilfreiche Links zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten finden junge Menschen und ihre Eltern unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/zukunftklarmachen.

Die Info-Kampagne #AusbildungKlarmachen der Bundesagentur für Arbeit hält konkrete Ausbildungsplätze sowie Infos für Jugendliche, wie man Bewerbungen schreibt und sich auf Vorstellungsgespräche vorbereitet, bereit unter https://www.dasbringtmichweiter.de/ausbildungklarmachen/

Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf der Kampagnen-Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Informationen und Broschüren zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt in NRW stehen zum Download auf der Website der NRW-Arbeitsmarktbeobachtung https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/Arbeitsmarkt-analysieren zur Verfügung."

 

 

Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 20.07.2020

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