NRW-Ausbildungsmarkt im April

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 16 / 2018 – 27. April 2018


"NRW-Ausbildungsmarkt im April
Starke regionale Unterschiede am Ausbildungsmarkt


Die Unterschiede zwischen den regionalen Ausbildungsmärkten in NRW werden größer, landesweit nimmt die Zahl der Bewerber im Vergleich zum Vorjahr ab, die Zahl der von Unternehmen angebotenen Ausbildungsplätze wächst hingegen – das sind auch im April die dominierenden Trends am NRW-Ausbildungsmarkt. Eines bleibt allerdings beim Alten: Zwischen Rhein und Weser besteht nach wie vor ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, im April kamen auf 107.118 Bewerberinnen und Bewerber 94.740 Angebote.

„Für Jugendliche, die eine Ausbildung absolvieren wollen, aber auch für Ausbildungsbetriebe, macht es in NRW einen deutlichen Unterschied, wo sie wohnen beziehungsweise wo sie ihren Firmensitz haben,“ sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Wenn man in Düsseldorf oder Köln, in Münster, Rheine oder in Siegen lebt, steigen die Chancen erheblich, dass man den Ausbildungsplatz der Wahl findet. Das sieht für junge Leute in Detmold, Hagen oder Gelsenkirchen ganz anders aus, denn hier kommen nur etwas mehr als 60 Lehrstellen auf 100 Bewerber, während zum Beispiel in Düsseldorf auf 100 Bewerber 132 Angebote kommen.“ Diesen Trend beobachte die Bundesagentur für Arbeit in NRW schon länger, doch präge er sich jetzt immer deutlicher aus, so Schönefeld.

Auch wenn es in einigen Regionen mehr Angebote als Bewerber gebe, in NRW fehlen im Ganzen betrachtet nach wie vor Ausbildungsplätze: „Landesweit gibt es noch immer mehr Bewerber als Ausbildungsstellen.“
Unternehmen in wirtschaftlich starken Gebieten mit einem regionalen Überschuss an angebotenen Stellen biete sich eine Möglichkeit, wie sie auf Bewerberengpässen reagieren können: „Ein junger Menschen muss nicht immer hundert Prozent auf eine Stelle passen. Wichtig ist, dass er Potentiale mitbringt und für eine Stelle - vielleicht auch erst auf den zweiten Blick - geeignet ist“, sagte Schönefeld. „Diese Bereitschaft, es einmal zu versuchen, wird nicht nur häufig mit Erfolg in der Ausbildung belohnt, es wird auch in Zukunft für immer mehr Unternehmen unvermeidbar werden, da es immer weniger Bewerber geben wird.“ Denn der Rückgang bei den Bewerberzahlen habe vor allem demografische Gründe: „Nicht auszubilden ist auch keine Alternative, denn gleichzeitig gehen in den kommenden Jahren eine Vielzahl der älteren Fachkräfte in den Ruhestand. Der einfachste Weg, diese Fachkräfte Schritt für Schritt zu ersetzen, ist es, Nachwuchs auszubilden.“

Regionale Unterschiede: Siegen vor Düsseldorf – landesweit sinkt die Bewerber-Stellen-Relation wieder
Bis April haben sich bei den Agenturen für Arbeit 107.118 Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 4.229 Personen oder 3,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Davon galten noch 53.920 als unversorgt, das heißt, sie hatten noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben und nicht schon eine Alternative im Auge, sollte es mit der Lehrstellen nicht klappen. Im Vergleich zum April des Vorjahr waren das 2.799 Personen oder 4,9 Prozent weniger. Eine Alternative zum Beginn des Ausbildungsjahres haben bereits 11.757 junge Menschen gefunden – 914 oder 8,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

94.740 Ausbildungsplätze hatten Unternehmen bis April bei den Agenturen für Arbeit gemeldet. Das waren 3.357 Stellen oder 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen lag im April weiterhin deutlich über dem Vorjahr. Das Plus betrug 9,8 Prozent oder 4.961 Stellen, noch frei waren 55.357 Ausbildungsangebote.
Die regionalen Unterschiede am Ausbildungsmarkt lassen sich am besten durch Vergleiche der Verhältnisse von Bewerberinnen und Bewerber zu Stellen erfassen. In Detmold kamen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber im April nur 62 Ausbildungsplatzangebote. Dicht davor lagen Brühl (64 Stellen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber), Hagen (65), Bochum (68) und Gelsenkirchen (68). Im Mittelfeld lagen die Agenturbezirke Aachen-Düren mit 90 Stellen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber, Paderborn (91), aber auch Oberhausen, das mit 82 Stellen noch unter dem NRW-Durchschnitt (88) liegt.

Das andere Ende des Ausbildungsmarktes bildeten Siegen (135 Stellen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber), Düsseldorf (132) und Münster (129), gefolgt von Köln (127) und Meschede-Soest (121).

Landesweit sank im Vergleich zum Vormonat die Relation von Bewerber und Stellen von 90 im März auf 88 Stellen auf 100 Bewerber im April. Auch der Blick auf die Arbeitsmarktregionen offenbart große Unterschiede.
Während im Ruhrgebiet und im Bergischen Land auf eine Bewerberin oder einen Bewerber nur 0,75 Stellen kommen, liegt das Verhältnis in Südwestfalen bei 1,18 Stellen:

(...)

Weitere Zahlen, Daten, Fakten des Ausbildungsmarktes lesen Sie hier

Die Kampagnen-Seite der Bundesagentur für Arbeit bietet weitere Informationen."

 

Quelle: Pressemitteilung Nr. 16/2018 von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle vom 27. April 2018

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