NRW-Ausbildungsmarkt im Juli

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 25 / 2018 – 31. Juli 2018


"Ausbildungsmarkt im Juli: Fast 34.000 Jugendliche suchen noch eine Ausbildung

Der Ausbildungsmarkt in NRW ging im Juli in die heiße Phase. Von Oktober 2017 bis Juli 2018 bewarben sich landesweit 124.738 junge Leute auf eine Lehrstelle. 2.833 oder 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Davon suchten 33.598 Jugendliche noch einen Ausbildungsplatz. Dagegen stieg die Zahl der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze um 5.213 oder 5,1 Prozent auf 107.626. Im Juli waren 37.683 Ausbildungsplätze unbesetzt. Auf Landesebene kamen im Schnitt auf 100 Bewerber 86 Ausbildungsangebote.

„Im August beginnen bereits die ersten Ausbildungen und noch sind 33.598 Jugendliche unversorgt“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Ihnen stehen 37.683 noch unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Auf beide Seiten gibt es also noch viele Möglichkeiten und Chancen, zusammen in eine Berufsausbildung zu starten.“

„Was wir uns in NRW nicht erlauben können, sind Schranken im Kopf. Natürlich passt das Profil mancher Bewerber auf den ersten Blick nicht immer auf die ausgeschrieben Ausbildungsstelle. Doch viele Jugendliche eignen sich trotzdem, zum Beispiel aufgrund hoher Motivation für eine Lehrstelle“, sagte Schönefeld. Auch viele Jugendliche glaubten, „nur in einem bestimmten Beruf glücklich werden zu können, sehen aber nicht die Chancen in vergleichbaren Berufsfeldern, die ihren Wünschen vielleicht sogar viel mehr entsprechen.“

Aufeinander zugehen sei die Devise der Stunde, damit die unbesetzte Lehrstellen besetzt werden können und Bewerberinnen und Bewerber im Herbst nicht ohne Ausbildung dastehen: „Nicht immer muss es der auf den ersten Blick perfekte Azubi sein. Bei Zweifeln, ob eine Bewerberin oder ein Bewerber die Ausbildung erfolgreich durchlaufen kann, bieten die örtlichen Agenturen für Arbeit verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten. Diese reichen von finanziell geförderten Langzeitpraktika oder Einstiegsqualifizierungen über ausbildungsbegleitende Förderangebote bis hin zur assistierten Ausbildung, in denen Coaches Betrieb und Azubi durch die Ausbildung begleiten“, so Schönefeld. „Die Investition in die Ausbildung ist für Unternehmen die wichtigste Investition in die Zukunft eines Unternehmens. Das darf nicht aus den Augen verloren werden. Und für junge Menschen ist die eine abgeschlossene Ausbildung die beste Versicherung für einen gelungenen Lebensweg“, so Schönefeld.

Deutliche regionale Unterschiede auf dem Ausbildungsmarkt
Die regionalen Unterschiede in NRW waren auch im Juli sehr deutlich. Im Ruhrgebiet und im Bergischen Land kamen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, 97 offene Angebote. Dagegen standen im Münsterland und in Südwestfalen 167 bzw. 159 unbesetzte Lehrstellen nur 100 Jugendliche gegenüber.

Viele Bewerberinnen mit und ohne Alternative suchen noch Lehrstellen
124.738 Bewerberinnen und Bewerber haben sich seit Oktober 2017 bei den Agenturen für Arbeit in NRW gemeldet, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Das sind 2.833 junge Menschen oder 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von diesen gelten mittlerweile 91.140 als versorgt - das heißt:

  • sie haben einen Ausbildungsplatz sicher in der Tasche. Im Juli waren das 42.769 Personen, 318 mehr als vor einem Jahr,
  • sie haben sich als Bewerberinnen und Bewerber wieder abgemeldet, zum Beispiel um weiter zur Schule zu gehen oder ein Studium aufzunehmen. Die Zahl dieser Personen sank im Vergleich zum Vorjahr um 1.933 auf 35.029 Personen,
  • oder sie haben zwar eine Alternative zu einem Ausbildungsplatz, etwa eine Stelle für ein soziales Jahr, wollen aber an dem Ziel Ausbildung weiter festhalten. Im Juli galten 13.342 Bewerberinnen und Bewerber als „Bewerber mit Alternative“.

33.598 Jugendliche galten als noch unversorgt. Hinzu kommen 13.342 Bewerber, die, da sie eine Alternative wie den weiteren Schulbesuch, ein Studium oder auch ein freiwilliges soziales Jahr gefunden haben, nicht mehr als unversorgt gelten – auch wenn sie weiter nach einem Ausbildungsberuf suchen. Demnach möchten insgesamt 46.940 Jugendliche in NRW eine Ausbildung beginnen. Diesen standen noch 37.683 unbesetzte Stellen gegenüber. Auf 100 aktive Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Alternative kamen also 80 Angebote.

Die meisten Bewerberinnen und Bewerber auf Ausbildungsplätze hatten im Juli einen Realschulabschluss – 45.435 Personen oder 36,4 Prozent. 34,6 Prozent oder 43.137 Personen hatten die Schule mit dem Fach- oder Vollabi abgeschlossen. 27.675 junge Menschen oder 22,2 Prozent bewarben sich mit einem Abschluss der Hauptschule. Nur 2.298 Personen oder 1,8 Prozent aller Bewerber hatten gar keinen Schulabschluss."

 

 Quelle: Pressemitteilung Nr. 25 / 2018 – 31. Juli 2018 von Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen

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