NRW-Ausbildungsmarkt im Juni 2018

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 22 / 2018 – 29. Juni 2018


"Ausbildungsmarkt im Juni:
Noch 45.000 Chancen auf Ausbildung in NRW


Der Ausbildungsmarkt in NRW zeigte sich auch im Juni weiter unausgeglichen. Von Oktober 2017 bis Juni 2018 bewarben sich landesweit 118.863 junge Leute auf eine Lehrstelle. 3.126 oder 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dagegen stieg die Zahl der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze um 4.814 oder 4,9 Prozent auf 103.462. Im Juni waren 45.052 Ausbildungsplatze unbesetzt. Auf Landesebene kamen im Schnitt auf 100 Bewerber 87 Ausbildungsangebote.

„Im Juni waren noch rund 45.000 Ausbildungsplätze in NRW unbesetzt“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit: „Das sind 45.000 Chancen für Jugendlichen, einen guten Start in ihr Berufsleben zu finden.“ Für die Wirtschaft komme es darauf an, die bereit gestellten Lehrstellen auch zu besetzen: „Unbesetzte Ausbildungsplätze bedeuten für Arbeitgeber, dass ihre Fachkraft von morgen nicht aus dem eigenen Unternehmen kommt. Dabei wird die Suche nach der richtigen Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt in NRW in vielen Branchen zunehmend schwieriger.“ Sie rate daher Ausbildern „sich Jugendlichen gegenüber offen zu zeigen, die nicht alle Erwartungen gleich zu Beginn der Ausbildung erfüllen.“

Mit Blick auf die Bewerberinnen und Bewerber, die noch keinen Ausbildungsplatz finden konnten, sagte Schönefeld: „In knapp drei Wochen beginnen die Sommerferien und damit auch die heiße Phase am Ausbildungsmarkt. Vielleicht gibt es den richtigen Ausbildungsplatz in einer anderen Regionen oder eine gute Alternative zum Wunschberuf im oder nahe am Heimatort. Flexibilität bei der Ausbildungsplatzsuche ist wichtig. Und sie lohnt sich: Die Chance, eine attraktive Karriere auf einer guten dualen Ausbildung aufzubauen, sind groß. Die Wirtschaft braucht Sie!“

Deutliche regionale Unterschiede auf dem Ausbildungsmarkt
„Die regionalen Unterschiede in NRW sind sehr deutlich“, sagte Schönefeld: „Im Ruhrgebiet und im Bergischen Land kamen im Juni auf 100 Bewerberinnen und Bewerber, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, 68 offene Angebote. Dagegen standen im Münsterland und in Südwestfalen 119 bzw. 109 unbesetzte Lehrstellen nur 100 Jugendliche gegenüber.“

Landesweit waren im Juni noch 45.052 Stellen unbesetzt. 43.110 Jugendliche galten als noch unversorgt. Hinzu kommen 12.537 Bewerber, die, da sie eine Alternative wie den weiteren Schulberuf, ein Studium oder auch ein freiwilliges soziales Jahr gefunden haben, nicht mehr als unversorgt gelten – auch wenn sie weiter nach einem Ausbildungsberuf suchen: „Zählen wir diese Jugendlichen zu den unversorgten Bewerbern hinzu, suchen in NRW noch rund 55.000 Jugendliche eine Ausbildung. Dieses Potential abzurufen ist für die Zukunft der Wirtschaft in NRW ausgesprochen wichtig.“

Bewerberinnen mit und ohne Alternative suchen noch Lehrstellen
118.863 Bewerberinnen und Bewerber haben sich seit Oktober 2017 bei den Agenturen für Arbeit in NRW gemeldet, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Das sind 3.126 junge Menschen oder 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von diesen gelten mittlerweile 75.753 als versorgt - das heißt:

  • sie haben einen Ausbildungsplatz sicher in der Tasche. Im Juni waren das 34.020 Personen, 730 weniger als vor einem Jahr,
  • sie haben sich als Bewerberinnen und Bewerber wieder abgemeldet, zum Beispiel um weiter zur Schule zu gehen oder ein Studium aufzunehmen. Die Zahl dieser Personen sank im Vergleich zum Vorjahr um 1.792 auf 29.196 Personen,
  • oder sie haben zwar eine Alternative zu einem Ausbildungsplatz, etwa eine Stelle für ein soziales Jahr, wollen aber an dem Ziel Ausbildung weiter festhalten. Im Juni galten 12.537 Bewerberinnen und Bewerber als „Bewerber mit Alternative“.


Als unversorgt oder ohne Alternative galten im Juni 43.110 junge Menschen, denen 45.052 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüberstanden – 4.806 oder 11,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt wurden von Oktober bis Juni 103.462 Ausbildungsstellen gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg um 4.814 Stellen oder 4,9 Prozent.

Betrachtet man Angebot und Nachfrage aller gemeldeten Lehrstellen am Ausbildungsmarkt in NRW, errechnet sich für den Juni ein Verhältnis von 100 Bewerberinnen und Bewerber zu 87 Ausbildungsstellen. Vor einem Jahr lag das Verhältnis bei 100 zu 81. Im Juni suchten noch 43.110 junge Menschen einen Ausbildungsplatz.

Diesen standen noch 45.052 unbesetzte Stellen gegenüber. Betrachtet man allein dieses Verhältnis, hat sich die Situation am Ausbildungsmarkt in NRW stark gewandelt. Vor einem Jahr lag das Verhältnis unbesetzter Stellen zu unversorgten Jugendlichen bei 88 zu 100 – jetzt kommen auf 105 Stellen nur noch 100 Jugendliche. Doch weitere 12.537 Bewerberinnen und Bewerber suchten im Juni einen Ausbildungsplatz, galten aber als versorgt, weil sie eine Alternative wie zum Beispiel einen Platz an einem Berufskolleg haben. Diese eingerechnet suchten im Juni noch 55.647 junge Bewerberinnen und Bewerber aktiv in NRW einen Ausbildungsplatz: Auf 100 aktive Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Alternative kamen 81 Angebote.

Die meisten Bewerberinnen und Bewerber auf Ausbildungsplätze hatten im Juni einen Realschulabschluss – 44.044 Personen oder 37,0 Prozent. 34,7 Prozent oder 41.183 Personen hatten die Schule mit dem Fach- oder Vollabitur abgeschlossen. 26.047 junge Menschen oder 21,9 Prozent bewarben sich mit einem Abschluss der Hauptschule. Nur 1,6 Prozent aller Bewerber hatten gar keinen Schulabschluss – 1.960 Personen.


Detaillierte statistische Daten und Grafiken können Sie hier abrufen.
Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf der Kampagnen-Seite der Bundesagentur für Arbeit."

 

Quelle: Pressemitteilung Nr. 22/2018 von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle vom 29. Juni 2018

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