Zwischenbilanz zum Ausbildungsjahr 2017/ 18

Pressemitteilung Nr. 042 / 2018 - 17.Mai 2018 der Agentur für Arbeit Iserlohn:

 

"Der Ausbildungsmarkt
im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn im April 2018 (im Vergleich zum April 2017)

• Gemeldete Bewerber: 2.584
(4,6 Prozent bzw. 126 Bewerber weniger um eine Ausbildungsstelle als im April 2017)

• Unversorgte Bewerber: 1.243
(7,7 Prozent bzw. 104 Bewerber weniger als im April 2017)

• Gemeldete Ausbildungsplätze: 2.576 
(4,0 Prozent bzw. 108 gemeldete Ausbildungsstellen weniger als im April 2017)

• Offene Ausbildungsplätze: 1.418
(3,0 Prozent bzw. 41 mehr als im April 2017)

(...)

Zwischenbilanz zum Ausbildungsjahr 2017/ 18:
Ebenso viele Ausbildungsstellen wie Bewerber/innen

Gesamter Agenturbezirk. Die Agentur für Arbeit Iserlohn veröffentlicht zum zweiten Mal in diesem Jahr die Ausbildungszahlen. Ein Minus bei den gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sowie den dazugehörigen Lehrstellen spiegeln die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt wieder. Das Verhältnis Ausbildungsstellen pro Ausbildungsplatzbewerber fällt wieder nahezu ausgeglichen aus.

2.584 Jugendliche haben sich seit Oktober 2017 an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Iserlohn gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 4,6 Prozent (126 Personen) weniger als ein Jahr zuvor. 1.243 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt; 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Vielzahl an Ausbildungsplatzbewerbern stehen derzeit 2.576 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen derzeit noch 1.418 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Gegenüber den Werten des April 2017 sind im Märkischen Kreis 4,0 Prozent (108 Stellen) weniger Ausbildungsstellen gemeldet worden.

Der Übergang der Jugendlichen von der Schule in den Beruf sowie die Unterstützung der heimischen Arbeitgeber mit dem passenden beruflichen Nachwuchs liegt nicht nur Agenturchefin Sandra Pawlas am Herzen. Diese Tatsache führt zu einer gemeinsamen Presseinformation mit allen Partnern am Ausbildungsmarkt, um die Thematik Ausbildung bereits einige Monate vor dem offiziellen Ausbildungsstart ins Bewusstsein aller Arbeitgeber und Ausbildungsplatzbewerber zu rücken. Das Zwischenresümee der Ausbildungsmarktpartner sieht folgendermaßen aus:

„Im Märkischen Kreis ist statistisch gesehen das Verhältnis von gemeldeten Bewerbern und gemeldeten Ausbildungsplätzen praktisch ausgeglichen. Doch nach einer aktuellen Umfrage unseres Verbandes zur Ausbildungsplatzsituation 2018, die noch bis zum 18. Mai läuft, haben offensichtlich immer mehr Mitgliedsunternehmen Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden. So haben 30 der bisher 81 teilnehmenden Betriebe (oder umgerechnet 37 Prozent) aus dem MK ihre Lehrstellen teilweise oder gar nicht besetzen können. Konkret handelt es sich um insgesamt 72 offene Ausbildungsplätze überwiegend im gewerblich/technischen Bereich. Der Märkische Arbeitgeberverband hat darauf reagiert und zusammen mit der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne in diesem Jahr die Maßnahme „Förderung der Ausbildungsfähigkeit“ aufgelegt, in der zwölf Schüler des Hönne-Berufskollegs in Menden sieben Monate lang auf eine Ausbildung in der M + E-Industrie vorbereitet werden. Gleichzeitig führen wir unsere Projekte zur Integration von geflüchteten jungen Menschen in den heimischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt fort.“ so Dr. Bettina Schwegmann, Geschäftsführerin des Märkischen Arbeitgeberverbandes e.V.

„Die duale Ausbildung ist die zentrale Quelle für die Fachkräftesicherung“, so Kristina Junge, Leiterin der Rechtsabteilung des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektro-Industrie Lüdenscheid. Vor diesem Hintergrund verwundere es nicht, dass das Ausbildungsengagement der Mitgliedsfirmen des Arbeitgeberverbandes sehr stark sei. „Die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen ist gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen“, berichtet sie. Leider könnten offene Ausbildungsplätze, gerade im technischen Bereich, jedoch oft nicht besetzt werden. Das Matching zwischen Bewerbern und Ausbildungsstellen werde zunehmend zum Problem. „Hier muss die Berufsorientierung ansetzen“, erklärt Frau Junge und verweist in diesem Zusammenhang auf diverse Maßnahmen und Projekte des Verbandes, so beispielhaft auf die Miniphänomenta, den Berufsparcours oder den InfoTruck. „Auch das Technikzentrum Südwestfalen bietet eine hervorragende Plattform, um junge Menschen für technische Berufe zu begeistern“, so Frau Junge.

„356 Jugendliche haben sich schon jetzt an Berufsschulen angemeldet, an einer Hochschule eingeschrieben, absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr oder nehmen eine ungelernte Tätigkeit in Aushilfsjobs an. Darüber hinaus gelten 1.243 noch als „Unversorgt“, weil sie noch gar keine Perspektive gefunden haben. Jetzt wird es Zeit für Unternehmen auch diese Jugendlichen in den Blick zu nehmen. Die Fachkräfte von Morgen wollen Perspektiven für ihr Berufsleben und wollen umworben werden. Hier erwarte ich mehr Flexibilität von den Unternehmen. Oft erscheint es den Jugendlichen leichter, weiter die Schule zu besuchen als eine unattraktive Ausbildung zu beginnen.“, Michael Hermund, Leiter Arbeitsmarktpolitik des DGB Bezirk NRW.

„Seitens des märkischen Innungshandwerks ist festzustellen, dass sich der Trend des Anstiegs bei den Neuverträgen nach 2016 und 2017 auch im Moment verstetigt. Sich den beruflichen Chancen im Handwerk zuzuwenden, scheint für Jugendliche zunehmend interessant und ein attraktiver Karriereweg. Ohne Zweifel würden sich die heimischen Betriebe über noch mehr Zuwachs freuen, denn die Arbeits- und Auftragslage ist augenblicklich sowie perspektivisch sehr gut und bietet noch vielen anderen jungen Menschen tolle Berufsaussichten! Themen wie beispielsweise E-Mobilität und Smart-Homes sind handwerkliche Zukunftsfelder, die junge Menschen ansprechen und die durch das Handwerk maßgeblich mitgestaltet werden. Sie bieten Gestaltungsmöglichkeiten, Chancen der Selbstverwirklichung und Arbeitsplatzsicherheit. Wir hoffen hierdurch, viele Nachwuchstalente erreichen zu können.“, so Dirk H. Jedan, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis.

Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis erklärt: „Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell 351 Ausbildungsplatzbewerberinnen und -bewerber. Es freut mich, dass bisher 122 Jugendliche eine feste Zusage für einen Ausbildungsplatz haben – mehr als zum gleichen Zeitpunkt der beiden letzten Jahre. Die anderen Jugendlichen befinden sich überwiegend in verschiedenen Qualifizierungs- und berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen. Der bereits in den vergangenen Jahren festgestellte Trend, dass sich Entlassschülerinnen und -schüler für einen weiteren Schulbesuch entscheiden, hält verstärkt an. Trotz des guten Angebotes an Ausbildungsplätzen im Märkischen Kreis passen oftmals die meistgesuchten Ausbildungsberufe nicht mit den Voraussetzungen oder den Vorstellungen der Jugendlichen zusammen. Hier gilt es für die Ausbildungsstellenvermittler des Jobcenters, in enger Absprache mit der Berufsberatung den Jugendlichen berufliche Alternativen aufzuzeigen. Eine Herausforderung bleibt die Heranführung junger geflüchteter Menschen an den Ausbildungsmarkt, da diese Zielgruppe aufgrund des zu niedrigen Sprachniveaus meistens nicht direkt eine Ausbildung absolvieren kann. So haben derzeit nur 30 geflüchtete Jugendliche das Ausbildungsplatzprofil für einen Ausbildungsbeginn in 2018.“

Sandra Pawlas weiß: „Die heimischen Arbeitgeber wissen um den Weg der Fachkräftesicherung über die hauseigene Ausbildung und melden daher seit einigen Jahren Stellen auf hohem Niveau. Unser gegenwärtiges Ziel ist es, dass bis zum Ausbildungsbeginn möglichst viele Bewerber und Arbeitgeber zusammenfinden. Angebot und Nachfrage passen jedoch nicht immer zusammen. Das Interesse der Ausbildungsplatzbewerber liegt vielfach im kaufmännischen Bereich, wohingegen der Großteil der Ausbildungsstellen aus der Elektro- oder Metallbranche sowie dem Handwerk stammt. Jugendliche, die eine Ausbildungsstelle suchen, sind gut beraten, sich bezüglich ihrer Interessen mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit Iserlohn auszutauschen, um den bestmöglichen Überblick über den heimischen Ausbildungsmarkt und die damit verbundenen Chancen auf eine Ausbildungsstelle zu erhalten. Viele Schulabgänger sind noch sehr jung, haben keinen Führerschein und ziehen aufgrund des Alters noch keinen Umzug in Betracht – umso wichtiger ist Transparenz über das bestehende Ausbildungsplatzangebot und eine qualitative Beratung und Unterstützung auf dem Weg in Ausbildung. Das bringt weiter!“

 

Diese Berufe sind aktuell von den gemeldeten 2.584 Bewerbern am gefragtesten (Top 10):

• Industriekaufmann/-frau (236 Bewerber)
• Maschinen- und Anlagenführer/in (143 Bewerber)
• Kaufmann/-frau - Büromanagement (137 Bewerber)
• Medizinische/r Fachangestellte/r (134 Bewerber)
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel (123 Bewerber)
• Industriemechaniker/in (111 Bewerber)
• Verkäufer/in (105 Bewerber)
• Werkzeugmechaniker/in ( 87 Bewerber)
• Kfz.mechatroniker - PKW-Technik ( 79 Bewerber)
• Verwaltungsfachangestellte/r – Kommunalverwaltung ( 54 Bewerber)

 

Dem gegenüber stehen die Top10 der gemeldeten Berufsausbildungsstellen:

• Industriekaufmann/-frau (151 Ausbildungsstellen)
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel (131 Ausbildungsstellen)
• Verkäufer/in (103 Ausbildungsstellen)
• Werkzeugmechaniker/in (101 Ausbildungsstellen)
• Industriemechaniker/in ( 96 Ausbildungsstellen)
• Fachkraft - Lagerlogistik ( 88 Ausbildungsstellen)
• Zerspanungsmechaniker/in ( 83 Ausbildungsstellen)
• Maschinen- und Anlagenführer/in ( 79 Ausbildungsstellen)
• Kaufmann/-frau Büromanagement ( 68 Ausbildungsstellen)
• Elektroniker/in für Betriebstechnik ( 61 Ausbildungsstellen)

 

 

Sofern Arbeitgeber Ausbildungsstellen melden möchte, ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der folgenden, kostenfreien Durchwahl richtig: 0800 – 4 5555 20.

Suchende Ausbildungsplatzbewerberinnen und –bewerber melden sich für einen Termin in der Berufsberatung unter der kostenfreien Durchwahl: 0800 – 4 5555 00."

 

Quelle: Pressemitteilung Nr. 042 / 2018 - 17. Mai 2018 der Agentur für Arbeit Iserlohn

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